CDU Ortsverband Karlsruhe - Wettersbach

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16.04.2016: Besuch Pumpspeicherkraftwerk Forbach

Die CDU Wettersbach besucht das Pumpspeicherkraftwerk im Forbach

Am 16.4.2016 hat die CDU Wettersbach, mit einer großen Gruppe, das Pumpspeicherkraftwerk in Forbach besucht. Unserer Besuchergruppe im Alter von 9 bis 91 Jahren wurde zunächst ein sehr informativer Vortrag über die Entwicklung der EnBW sowie deren Energiemix. Die EnBW setzte in der Vergangenheit sehr stark auf Fossile und Atomare Energiegewinnung. Bedingt durch die Energiewende rückt die alternative Energie immer stärker in den Fokus des Konzerns. In diesem Zusammenhang bekommt das mittlerweile 99 Jahre alte Wasserkraftwerk Forbach eine neue Bedeutung in der Konzernstrategie.

Die CDU Wettersbach besucht das Pumpspeicherkraftwerk im Forbach

 

In dem Vortrag wurde nach dem allgemeinen Teil die Entstehungsgeschichte des Kraftwerks, die hervorragende Bedeutung der Energiespeicherung, insbesondere für regenerative Energie, und die zurzeit in Planung befindliche Erweiterung dargestellt. Das Spannungsfeld zwischen sicherer Energieversorgung und Naturschutz wurde uns anschaulich anhand der verschieden Planungsvarianten erläutert. Zu den jeweiligen Planungsvarianten gehört auch immer die Betrachtung der Fischwanderung über die einzelnen Staustufen. Hier wurde die gut funktionierende Fischtreppe bei Iffezheim als Beispiel angeführt. Abgerundet wurde der Vortrag durch einen historischen Film über die Bauarbeiten am Kraftwerk und am Stausee, der uns sehr nachhaltig die Entwicklung der Arbeitssicherheit in den letzten 100 Jahren vor Augen geführt hat. In diesem Film wurden die Schwierigkeiten dargestellt mit denen beim Bau in einer nicht industrialisierten Region die damaligen Bauschaffenden zu kämpfen hatten. Damit die Mauer des Schwarzenbach Stausee erstellt werden konnte musste vor Ort die gesamte Logistik neu aufgebaut werden. Hierzu zählten eine Steinbrechmaschine, ein Betonwerk sowie zahlreiche kleine und größere Betriebe einschl. einer eigenen kleinen Bahnanlage.

Der anschließende Besuch in der Schaltwarte hat uns sehr beeindruckt, neben den noch vorhandenen Steuer- und Messeinrichtungen aus der Bauzeit wurden uns die aktuellen Steuer- und Überwachungseinrichtungen gezeigt. Hierbei erfuhr die Truppe auch, dass von Forbach mehrere Wasserkraftwerke bedient und betreut werden. Einige Wasserkraftwerke liegen mehr als 100 Km von Forbach entfernt. Bei Störungen werden aus Forbach die jeweiligen Mitarbeiter vor Ort informiert und zum Einsatzort geschickt. Ein besonderes Highlight war der Lehrvertrag beim Badenwerk aus dem Jahre 1935, den unser ältestes Mitglied, Herr Herbert Henkenhaf, mitgebracht hat.

Nach der Besichtigung des Leitstandes gingen wir zunächst in den Außenbereich wo wir die Druck- und Pumpleitungen sowie die benötigten Wartungseinrichtungen besichtigen. Hier wurden wir darüber aufgeklärt, dass die vorhanden Rohrleitungen ebenfalls aus der Ursprungszeit stammen. Bis vor wenigen Jahren wurden diese Rohrleitungen immer noch durch Menschen inspiziert, die auf einem kleinen Wagen liegend durch die Rohre gezogen worden sind. 

Beim Gang durch die Maschinenhallen wurden wir ebenfalls über die dort vorhandene Technik in Staunen versetzt. Die dort in der großen Halle sich in Betrieb befindenden Turbinen und Generatoren sind ebenfalls 100 Jahre alt und versehen Ihren Dienst immer noch ohne größere Störungen.

Auf dem Heimweg sind wir im Landgasthof Ochsen in Langenbrand gemütlich eingekehrt. Unser Dank gilt Herrn Markus Palic für die Vermittlung der notwendigen Kontakte, Herrn Dr. Josef Herold für die Organisation sowie den Fahrern für den sicheren Transport aller Teilnehmer.

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